Schlagwort: AUSBILDUNG

  • Übungsleitende, die dem Rehasport ein Gesicht geben

    Übungsleitende, die dem Rehasport ein Gesicht geben

    Wie viele Übungsleiterinnen und Übungsleiter aktuell im Rehasport aktiv sind, lässt sich kaum beziffern. Klar ist aber: Ohne sie läuft nichts. Sie bringen Menschen in Bewegung, begleiten sie auf ihrem Weg und sorgen mit Fachwissen, Erfahrung und Engagement dafür, dass Rehasport funktioniert.

    Zeit also, einige von ihnen vorzustellen.

    Heute geht der Blick nach Nordrhein-Westfalen. Bei Allround Sports in Kleve sind Eddy Großkämper und Agnes van Halteren seit vielen Jahren als Übungsleitende im Rehasport aktiv. Im Interview erzählen sie von ihrer Arbeit, ihren Erfahrungen und davon, was für sie guten Rehasport ausmacht.

    Eddy und Agnes zeigen dabei auch ganz persönlich: Alter ist kein Grund, bei Bewegung und körperlicher Aktivität einen Gang zurückzuschalten. In ihren Gruppen schaffen sie einen Rahmen, in dem Menschen gerne aktiv sind – und es auch bleiben. Mit viel Erfahrung wissen sie, wie Bewegung sinnvoll angepasst werden kann, wenn der Körper an der einen oder anderen Stelle nicht mehr alles mitmacht.

    Neugierig geworden? In ihren Interviews geben Eddy und Agnes Einblicke in ihren Alltag als Übungsleitende, berichten von ihren Erfahrungen und erzählen, was sie an ihrer Arbeit begeistert.

    → Eddy Großkämper im Interview
    → Agnes van Halteren im Interview 

    Und weil gute Übungsleitende nicht einfach vom Himmel fallen, gehört an dieser Stelle auch ein Dank an alle unsere Mitglieder, die sich kontinuierlich um Ausbildung und Nachwuchs kümmern.

    Jetzt die Übungsleiterausbildung für 2027 planen! Wer selbst Übungsleiterin oder Übungsleiter werden oder Mitarbeitende für den Rehasport ausbilden lassen möchte, sollte jetzt aktiv werden: Ein Großteil unserer Ausbildungen für 2027 ist bereits ausgeschrieben. Bis Ende des Jahres wird der Terminplan vollständig veröffentlicht sein.

    Hier geht es zu unseren Ausbildungsterminen.

  • Rehasport wächst – wachsen Sie mit!

    Rehasport wächst – wachsen Sie mit!

    Rehasport lebt von vielfältigen Angeboten und engagierten Übungsleitenden. Dafür braucht es qualifizierte Fachkräfte und Anbieter, die heute schon an morgen denken.

    Gute Übungsleiter zu finden, wird vielerorts schwieriger. Wer als Rehasportanbieter seine Gruppen langfristig sichern oder ausbauen möchte, sollte deshalb frühzeitig in Personalentwicklung investieren – nicht erst dann, wenn Angebote mangels Fachpersonal nicht mehr stattfinden können.

    Unser Aus- und Fortbildungsprogramm bietet viele Möglichkeiten der gezielten (Weiter-) Qualifikation.

    Für Interessierte ohne Vorqualifikation gibt es in diesem Jahr noch drei Lehrgänge – in Leipzig, Erkrath und Calw – mit deren erfolgreichem Abschluss die Rehasportberechtigung im Profil Orthopädie erworben wird. Nähere Informationen zu unseren Kompaktlehrgängen finden Sie hier.

    Wer bereits als Übungsleiter im Breitensport oder als Fitnesstrainer tätig ist und sich berufsbegleitend für den Rehasport qualifizieren möchte, findet bei unserem Fachlehrgang Orthopädie in Erfurt besonders günstige Bedingungen: Die Theorie findet ausschließlich vormittags statt, sodass nachmittags Zeit zum Arbeiten oder für andere Verpflichtungen bleibt.

    Für Indikationen abseits des orthopädischen Spektrums gibt es deutschlandweit viel zu wenige Angebote. So finden Menschen beispielsweise mit Lungenerkrankungen oder Adipositas in den meisten Regionen kein passendes Angebot. Wer als Anbieter hier aktiv wird, schließt nicht nur Versorgungslücken, sondern gewinnt zugleich neue Zielgruppen. Die entsprechende Qualifikation können Rehasportübungsleiter in unseren Aufbaulehrgängen erwerben.

    Auch für Übungsleiter selbst lohnt sich die Spezialisierung: Aufbaulehrgänge können als Fortbildung angerechnet werden und erhöhen zugleich die Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt.

  • Rehasport Walking Football bringt nicht nur Fußballbegeisterte in Bewegung

    Rehasport Walking Football bringt nicht nur Fußballbegeisterte in Bewegung

    Liebe Mitglieder, liebe Anbieter,

    Walking Football ist ein spannendes Rehasport-Angebot – nicht nur für Männer!

    Für Menschen, die an „gängigen“ Rehasport-Angeboten keine Freude haben, kann Walking Football eine echte Alternative sein. Denn sie erreichen das Ziel des Rehasports, langfristig eigenverantwortlich zu trainieren, mit Gymnastik meist nicht. Besonders oft betrifft dies Männer. Roman Senga, Mitglied im erweiterten Vorstand des RSD, berichtet im Interview, wie er mit Walking Football viele Männer fürs regelmäßige Training begeistert.

    Wie sind Sie zum Walking Football gekommen, Herr Senga?

    In jungen Jahren war ich hauptberuflich Fußballtrainer. Ich habe Kinder und Jugendliche in der Jugendabteilung der Borussia Dortmund trainiert. Da bei mir alles gut lief, wollte ich gerne etwas Soziales machen. Da ich auch eine Ausbildung als Gymnastiklehrer habe, überlegte ich mir, Reha-Sport Fußball für Kinder anzubieten.

    Wer spielt nicht gerne Fußball? Kinder können so „auf Rezept“ Fußball spielen. Die Kinder meiner Gruppe waren ADHS-auffällig, teilweise schwer übergewichtig, traumatisiert, hatten Geburtsschäden. Eine Junge war ohne Füße geboren worden, wollte aber trotzdem Fußball spielen. Er hat dann einfach bei uns im Tor „gekniet“ und „gesessen“. Alles in allem waren es Kinder, welche in einer „normalen“ Fußballmannschaft nicht hätten mitspielen können. Die Kinder hatten in mir einen Profitrainer und ich habe mich gefreut, etwas Gutes zu tun. Das war für mich 2007 die eigentliche Grundidee, den Rehasport e.V. zu gründen. Walking Football war damals noch kein Thema.

    Wann haben Sie Walking Football angeboten?

    Aufgrund einer Rheumaerkrankung konnte ich seit 2017 nicht mehr Fußball spielen. Es war extrem hart, darauf zu verzichten. Seit 2000 hatte ich bei mir im lokalen Fußballverein gekickt. Ich musste mich also immer mehr aus dem Fußball zurückziehen. Fußballvereine haben es heute sehr schwer. In der Corona-Pandemie haben sie viele Mitglieder verloren. 2022 fiel uns auf, dass nur noch wenige zum Alte-Herren-Training gekommen sind.

    Und dann haben wir es mit Walking Football versucht. Wir haben uns auf dem Sportplatz getroffen, zur normalen Alte-Herren-Trainingszeit. Eigentlich haben wir Walking Football in die Opa-Schublade gesteckt. Und dann fiel uns auf, wie fordernd es sein kann. Wir haben unsere Trainingszeit von 90 auf 60 Minuten runtergesetzt, da Walking Football so unglaublich intensiv ist. Woche für Woche waren mehr Männer dabei. Und seitdem spielen wir sehr erfolgreich Walking-Football. Ich habe meinem Heimatverein dann den Übungsleiter-Subauftrag im Rehasport erklärt. Und seitdem können bei uns auch Menschen mit Rehasport-Verordnung mitspielen.

    Wie genau wird Walking Football gespielt?

    Im Vergleich zum klassischen Fußball gibt es beim Walking Football drei besondere Regeln:
    1.) Gehen: Walking Football ist Fußball ohne Laufen. Ein Fuß muss immer den Boden berühren.
    2.) Spielhöhe: Der Ball darf beim Rehasport Walking Football nur bis zu einer Höhe von einem Meter gespielt werden. Die Tore sind nicht höher als ein Meter.
    3.) Der Strafraum darf nicht betreten werden, um ein Tor zu verhindern oder zu erzielen. Je größer der Strafraum, desto höher die Intensität.

    Ist Walking Football nur etwas für Männer?

    Gerade für Männer, auch ältere Männer, ist Walking Football genau das Richtige, um wieder in Bewegung zu kommen. In einem Altenheim in Bottrop beteiligten sich meist nur Frauen am Reha-Sport. Als eine Steh- und Sitzfußballgruppe gegründet wurde, haben die alten Männer am Rollator und aus dem Rollstuhl heraus, mitgespielt. Da war eine Freude im Raum wie bei kleinen Jungs. Die Männer waren bei jedem Fußball-Termin dabei. Rehasport Fußball richtet sich natürlich auch genauso an Frauen.

    Warum bringen Sie gerade Männer mit Walking Football in Bewegung?

    Männer nehmen oft nicht an den klassischen Rehasport-Angeboten teil. Aber mit Walking Football leisten wir unseren Beitrag zur Förderung der Männergesundheit. Männer gehen gerne zum Fußballtraining. Fußballspielen, das ist auch bei mir ein so heiliger Moment. Oft spielen Jungs schon mit fünf, sechs Jahren Fußball im Verein. Wenn dann aber nach Jahren irgendwann das Knie schmerzt und der Rücken, hören viele auf. Und dann fehlt das Spielen, die Gemeinschaft.

    Ich habe das selbst erlebt nach meiner Rheumadiagnose. Ich bin ins Fitnessstudio gegangen, habe mit dem Golfen angefangen. Aber das ist alles nicht Fußball, weil die Gruppendynamik fehlt. Das erlebt man dann beim Reha-Sport Walking Football wieder.

    War es kompliziert, Walking Football als Reha-Sport anzubieten?

    Reha-Sport muss nicht immer Gymnastik sein. Alle möglichen Bewegungsspiele können als Rehasport anerkannt werden. Wenn ein Übungsleiter, der ein Angebot macht, dafür brennt, dann findet er auch die Teilnehmer/-innen und kann sie begeistern. Und begeisterte Teilnehmer haben Spaß, kommen regelmäßig und bleiben langfristig dabei.

    Wie können Fußballvereine, die Walking Football anbieten, Rehasport-Anbieter werden?

    Fußballvereine können sich ganz einfach an uns wenden. Natürlich braucht der Übungsleiter eine Qualifikation. Wir bezahlen und betreuen die Anerkennung und regeln alles Administrative. Da wir Mitglied im RSD sind, wächst auch der Verband. Wichtig ist mir: Wir sind Mitglied im RSD und das Angebot ist sehr gut. Allerdings können wir für Rehasport-Anbieter das Leben leichter machen, indem wir als gemeinnütziger Verein alles bezahlen und organisieren.

    Wie werde ich Übungsleiter/-in für Reha-Sport?

    Die Qualifikation kann jeder erwerben. Eine komplette Ausbildung umfasst ca. 200 Unterrichtseinheiten. Wenn jemand im Seniorenfußball dabei ist, kann er auch einen Übungsleiter-Schein machen. Gerade ältere Menschen sind hier richtig. Denn sie wissen, wie sie ihre Altersgruppe ansprechen und was sie machen können.

    Wenn jemand DFB Fußballtrainer C ist, erfüllt er bereits die Grundlagen und kann direkt in einen verkürzten Fachlehrgang einsteigen. Die meisten Fußballvereine haben sehr gut qualifiziertes Personal, auch wenn sie es nur ehrenamtlich machen.

    Gibt es viele Angebote für Walking Football?

    Ja! Der alte Herrenfußball stirbt langsam aus und daher bieten immer mehr Fußballvereine Walking Football an. Und wenn sie Walking Football als Reha-Sport anerkennen lassen, kommen immer mehr neue Teilnehmer/-innen. Ärzte verschreiben Reha-Sport. Manchmal muss man nachfragen. Aber es ist ganz einfach.

    Wenn wir die Menschen nachhaltig in Bewegung bringen, entlastet das auf lange Sicht unser Gesundheitssystem. Es ist ein wichtiger Beitrag für die Gesundheit von Männern und wir sparen hohe Kosten ein, weil sich Männer um ihre Gesundheit kümmern. Für mich ist das eine medizinische Revolution.

    Zur Person:

    Roman Senga hat 2007 den Rehasport e.V. gegründet. Als Vertreter der Groups ist er Mitglied im erweiterten Vorstand des RSD. Kontakt: E-MAIL fussball@rehasport-finder.de

  • 29. September 2023 | Kompaktlehrgänge für Quereinsteiger

    29. September 2023 | Kompaktlehrgänge für Quereinsteiger

    Liebe Mitglieder, liebe Anbieter!
    Der überall beklagte Fachkräftemangel wirkt sich auch im Rehasport stark aus. Weil Übungsleiter fehlen, können Gruppen immer wieder nicht bedarfsgerecht angeboten werden. Im Vergleich zu anderen Tätigkeitsfeldern sind aber die Hürden für den Quereinstieg im Rehasport niedrig. Innerhalb einer nur etwa vierwöchigen Kompaktausbildung kann die Berechtigung zur Anleitung von Rehasportgruppen im Profil Orthopädie erworben werden. Im kommenden Jahr bietet der RSD in Kooperation mit der es.te services GmbH mehrere dieser Lehrgänge an. Alle Informationen zur Ausbildung für Laien und Quereinsteiger finden Sie hier.

    Um Sie beim Finden potentieller Übungsleiter für Rehasport zu unterstützen, haben wir Motivationsmaterial erstellt, welches Sie für Ihre Kampagne verwenden können.

    Hier geht es zum Download für die Flyer, Handzettel und Plakate.

    Wenn Sie das Material in hoher Druck- und Papierqualität bei uns bestellen möchten, finden Sie hier das Bestellformular. 

     

  • 18. April 2023 | Rehasport im Freien

    18. April 2023 | Rehasport im Freien

    Liebe Anbieter, liebe Mitglieder!

    Die überarbeitete und am 1. Januar 2022 in Kraft getretene Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining ermöglicht, bei Einverständnis der Teilnehmenden und Vorhandensein geeigneter Flächen, eine Durchführung der Gruppen im Freien. Auf dem Verordnungsformular (Formular 56) wurde die Rehabilitationssportart Leichtathletik durch Ausdauer- und Kraftausdauerübungen ersetzt, wodurch auch moderne Trainings- und Bewegungsformen wie  z.B. Power Walking oder funktionelles Training im Freien abgebildet sind.

    Während der Pandemie hat sich schon gezeigt, dass Angebote im Freien sehr gut angenommen werden. Wer einen Blick auf die Forschungsergebnisse zur Thematik wirft, wird sich darin bestärkt sehen, Gruppen einzurichten, die vorwiegend im Freien stattfinden.

    Untersuchungen belegen, dass Bewegung und Training im Freien gegenüber der Aktivität in Innenräumen zusätzliches gesundheitswirksames Potenzial entfalten. Zum Beispiel nehmen Müdigkeit und Depressivität ab. Die Naturnähe sorgt für Entspannung und Abwechslung;  der Cortisolspiegel sinkt – die Stimmung steigt. 

    Wenn eine Wiese zum Outdoor-Training zur Verfügung steht, profitieren die Teilnehmer nicht nur von der schönen Umgebung, sondern auch von einem besonders geeigneten Untergrund, der die Gelenke schont und eine Matte durchaus ersetzen kann. Bewegungen auf unebenem Boden fördern die lokale Stabilität in den Gelenken und der Wirbelsäule. Koordinative Fähigkeiten wie Gleichgewichtsfähigkeit, Umstellungsfähigkeit und Reaktionsfähigkeit werden unter ganz natürlichen Bedingungen und ohne Geräteaufwand trainiert. Landschaftliche Voraussetzungen können für eine ganz ursprüngliche Art des Intervalltrainings sorgen. Das Umfeld “Natur” stimuliert alle Sinne und wirkt sich anregend auf die Aktivität des Gehirns aus.

    Die positive Wirkung von Sport auf das Immunsystem ist im Freien besonders ausgeprägt. Wer auch bei kühleren Temperaturen seine Einheiten regelmäßig an der frischen Luft absolviert, schult den Körper darin, sich zügig an geänderte Bedingungen anzupassen und wird unempfindlicher gegenüber einem Wetterwechsel und Krankheitserregern.

    Beim Outdoor-Sport wird Vitamin D, “das Sonnenvitamin”, getankt und mit ihm seine vielen positiven Wirkungen, wie z.B. die Verbesserung der Kalziumaufnahme durch den Körper, was zu einer Stärkung der Knochen führt.

    Es gibt also jede Menge Gründe, Rehabilitationssportgruppen einzurichten, die vorwiegend im Freien stattfinden, im Sommer wie im Winter.

    Wie immer liegt es auch im Freien in der Hand des Übungsleiters, dafür zu sorgen, dass es nicht langweilig wird. Draußen sind die Möglichkeiten zu trainieren vielfältig, selbst wenn nur wenige oder keine Kleingeräte zur Verfügung stehen. Unsere Übungsleiterausbildungen bereiten auf diese Situation vor. Bei einigen Lehrgängen – sie sind in der Ausschreibung grün markiert – hat die inhaltliche Ausgestaltung des Praxisteils einen speziellen Fokus auf die Gegebenheiten von Training im Freien.

  • 12. April 2023 | Mehr Rehasport für Menschen mit Diabetes mellitus

    12. April 2023 | Mehr Rehasport für Menschen mit Diabetes mellitus

    Liebe Anbieter, liebe Mitglieder!

    Wer regelmäßig sportlich aktiv ist, senkt das Risiko für eine Vielzahl von Erkrankungen. Bei bereits bestehenden Störungen ist gezieltes Training nachweislich eine wirkungsvolle Therapie. Die Effekte von Bewegung auf Körper und Geist sind dabei sehr vielfältig und hängen von der Dosis ab. Ganz unmittelbar stellen sich beim Sport Stressabbau und die Senkung des Blutzuckerspiegels ein. Aber erst wer regelmäßig trainiert, erzielt nachhaltige Veränderungen wie eine spürbare Verbesserung der Belastbarkeit oder die Absenkung messbarer Werte wie Blutdruck und Körpergewicht.

    Todesursache Nr. 1 in Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dabei können gerade Menschen mit einer solchen Disposition durch zielgerichtetes Training die Negativspirale pathogener Prozesse durchbrechen und erreichen, dass

    • der Blutzuckerspiegel dauerhaft sinkt
    • die Insulinempfindlichkeit steigt
    • sich der Blutdruck normalisiert 
    • sich Blutfettwerte verbessern
    • Übergewicht abgebaut wird

    Lebensfreude und Lebensqualität nehmen zu und das Risiko, vorzeitig an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu versterben, sinkt stetig.

    Ärztlich verordneter Rehabilitationssport kann einen wirkungsvollen Impuls in Richtung eines aktiven, gesundheitsbewussten Lebenswandels setzen. Dieses Potenzial ist durch das Inkrafttreten der neuen Rahmenvereinbarung am 01.01.2022 noch einmal gewachsen. Denn mit der Einordnung von Diabetes mellitus als schwere Beeinträchtigung besteht für den Arzt die Möglichkeit, 120 statt der üblichen 50 Übungseinheiten zu verordnen. Damit haben sich die Bedingungen für die Betroffenen, gezieltes Training dauerhaft in ihrem Alltag zu etablieren, noch einmal deutlich verbessert.

    Dennoch gibt es ein “Aber”: Die Anzahl zugelassener Rehasportgruppen für Diabetiker ist gering; nach wie vor kann von einer flächendeckenden Versorgung mit entsprechenden Angeboten nicht die Rede sein. Auch die Anzahl qualifizierter Übungsleiter ist nicht ausreichend. Um an dieser Situation zügig etwas zu verändern, gibt es nun ein neues Lehrgangsmodell, das Rehasport-Übungsleitern auf kurzem Wege die Qualifikation für den Bereich Diabetes und metabolisches Syndrom zugänglich macht.

    Der Aufbau-Lehrgang Diabetes und metabolisches Syndrom umfasst 40 UE und setzt sich aus Online- und Präsenzabschnitten zusammen. Er schließt mit einer schriftlichen und einer praktischen Prüfung ab. Teilnahmevoraussetzung ist die Vorlage einer gültigen Berechtigung in einem anderen Rehasport-Profil.

  • 17. Oktober 2022 | Das neue Buchungsportal für Aus-/Fortbildung ist online

    17. Oktober 2022 | Das neue Buchungsportal für Aus-/Fortbildung ist online

    Liebe Anbieter, liebe Mitglieder,

    es ist soweit: unser neues Portal für die Buchung von Aus- und Fortbildungen ab 1. Januar 2023 ist nun online. 

    Sie erreichen es über die Internetadresse

    www.rehasport-deutschland.school

    Die wesentlichste Neuerung, neben der neuen Gestaltung, ist die Option, kostenpflichtige Veranstaltungen gleich online zu bezahlen.

    Bitte beachten Sie, dass alle Veranstaltungen die in 2022 stattfinden noch über unsere bisherige Seite gebucht werden.

  • 8. April 2022 | Rehasport bei Long-Covid … im Fernsehen

    8. April 2022 | Rehasport bei Long-Covid … im Fernsehen

    Liebe Anbieter, liebe Mitglieder,

    zum Thema 

    Reha-Sportgruppe hilft Long-Covid-Betroffenen

    hat die Landesschau Rheinland-Pfalz aktuell einen Beitrag veröffentlicht, der bis zum 01.04.2023 online verfügbar ist.

    Der Südwestrundfunk | SWR freut sich, wenn der Beitrag auf Ihrer Website verlinkt oder auf Ihrer Facebook-Seite geteilt wird.

    Der Beitrag ist unter der Adresse Reha-Sportgruppe hilft Long-Covid-Betroffenen – Landesschau Rheinland-Pfalz – SWR Fernsehen verfügbar.

    Das Video ist auch zum Einbetten für Ihre Homepage freigegeben. Der Einbettungscode lautet:
    <iframe src=https://www.swrfernsehen.de/~embed/landesschau-rp/reha-sportgruppe-hilft-long-covid-betroffenen-100.html width=“640″ height=“360″ frameborder=“0″ webkitallowfullscreen mozallowfullscreen allowfullscreen></iframe>  (nicht zum Posten auf Facebook geeignet).

    Der SWR bittet um diese Art der Einbindung: Das Herunterladen und Bereitstellen auf Plattformen wie z.B. YouTube oder eigenen Homepages ist aus rechtlichen Gründen nicht gestattet.

    Passend zum Thema möchten wir auf unsere Aus- und Fortbildungsangebot für Übungsleiter hinweisen:

    Aufbaumodul Lungenerkrankungen | Essen | Start 20.09.2022
    Sonderlehrgang für Physiotherapeuten | Profil Innere Medizin | 24 UE | Essen | Start 21.11.2022
    Rehasport bei Long-COVID | Online | 4 UE | 14.06.2022
  • 26. Januar 2022 | Neu: Grundlagenausbildung für Interessenten ohne Vorqualifikation

    26. Januar 2022 | Neu: Grundlagenausbildung für Interessenten ohne Vorqualifikation

    Liebe Anbieter, liebe Mitglieder,

    aufgrund gehäufter Nachfragen bieten wir in diesem Jahr erstmals auch eine Ausbildung in den Grundlagen des Sports an.

    Mit der Vermittlung von Basiswissen in den Bereichen Anatomie, Physiologie, Trainingslehre, Sportdidaktik und -psychologie, Methodik, Gesprächsführung und funktioneller Gymnastik richtet sich diese an Interessenten ohne eine für den Rehabilitationssport anerkannte Vorqualifikation.

    Die Ausbildung besteht aus einer Onlinephase sowie einem anschließenden viertägigen Präsenzabschnitt und umfasst insgesamt 90 Lerneinheiten. Der Abschluss ist dann Voraussetzung für die Teilnahme an der Ausbildung zum Rehasportübungsleiter für Übungsleiter mit C-Lizenz und Sportwissenschaftler.

    Anmeldungen sind ab sofort hier möglich.

  • 18. November 2021 | RSD Ausbildungen bis auf weiteres unter 2G Bedingungen

    18. November 2021 | RSD Ausbildungen bis auf weiteres unter 2G Bedingungen

    Liebe Anbieter, liebe Mitglieder,

    Der RehaSport Deutschland e.V. hat auf Grund der aktuellen Entwicklung die Entscheidung getroffen, seine Ausbildungsveranstaltungen bis auf weiteres unter 2G-Bedingungen durchzuführen.

    Hierzu sind bei uns aktuell Nachfragen eingegangen, die um Stellungnahme bitten, wie wir die Durchführung der Ausbildung als 2G-Veranstaltung rechtfertigen. Insbesondere wird um Lieferung von evidenzbasierten Belegen dafür, dass die Durchführung als 2G-Veranstaltung für die Eindämmung der Pandemie eine verhältnismäßige Maßnahme ist, gebeten. Weiter gibt es Nachfragen, ob nicht ein „offensichtlicher Widerspruch“ bei der Durchführung des Rehasports als medizinisches Angebot und der Übungsleiterausbildung besteht.

    Darauf antworte ich in diesem Beitrag gern.

    Vorausschicken darf ich, dass wir keine Epidemiologen oder Virologen sind. Bei der Entscheidung, welche Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus in unseren Ausbildungsveranstaltungen ergriffen werden sollen, haben wir deshalb auf externen Sachverstand zurückgegriffen, und zwar auf Informationen des Robert-Koch-Institutes (RKI) und der Ständigen Impfkommission (STIKO). Zudem haben wir die in den Bundesländern schon geltenden bzw. geplanten rechtlichen Voraussetzungen für die Durchführung von Veranstaltungen in unsere Überlegungen mit einbezogen.

    Das RKI beantwortet in seinem Flyer „Welches Risiko gehe ich bei einem Besuch einer 2G- oder 3G-Veranstaltung diesen Herbst/Winter ein?“ vom 6.10.2021 auch die Frage, warum 2G sicherer ist als 3G. Das RKI nennt als Grund, dass Antigen-Schnelltests nicht alle Infektionen sicher erkennen können. In dem Flyer heißt es: „Insbesondere zu Beginn einer Infektion oder bei fehlerhafter Durchführung steigt das Risiko, dass eine Person ein negatives Testergebnis bekommt, obwohl tatsächlich eine Infektion vorliegt (falsch-negativ)“. Nach dem im Flyer dargestellten Schaubild befindet sich unter 100 Teilnehmern einer 3G-Veranstaltung ein falsch negativ getesteter und damit ansteckender Teilnehmer. Dazu erläutert das RKI in dem Flyer, dass jeder falsch-negativ getestete und damit ansteckende Teilnehmer für vollständig geimpfte oder genesene Teilnehmer ein moderates und für die anderen Teilnehmer ein moderates bis hohes Ansteckungsrisiko birgt. Ungeimpfte haben im Vergleich zu Geimpften ein 2- bis 3-fach höheres Ansteckungsrisiko. Das konkrete Ansteckungsrisiko hängt vom Anteil der Ungeimpften an allen Teilnehmenden ab. Dazu heißt es in dem Flyer wörtlich: „Je mehr Ungeimpfte, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sich falsch-negativ Getestete unter ihnen befinden. Das macht eine Ansteckung wahrscheinlicher“. Sollte es zu Ansteckungen kommen, liegt das Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken, für die Teilnehmer, die nicht geimpft und nicht genesen sind, im Vergleich zu Geimpften, um ein Vielfaches (10- bis 20-mal) höher. Außerdem können nach der Veranstaltung auch Folgekontakte eher einer Infektion ausgesetzt sein.

    Daran haben wir uns orientiert. Eine nennenswerte Zahl an Stimmen der Wissenschaft, die einen Risikounterschied zwischen einer 2G- und einer 3G-Veranstaltung nicht sehen, haben wir nicht gefunden.

    In unsere Entscheidung haben wir zudem den Umstand einbezogen, dass es Bundesländer gibt, in denen Veranstaltungen ab einer bestimmten Personenzahl nur unter 2G-Bedingungen durchgeführt werden dürfen. Das ist beispielsweise in Berlin der Fall. Nach § 11 Abs. 2 Satz 1 der dritten Berliner SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung dürfen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 20 zeitgleich anwesenden Personen nur unter der 2G-Bedingung stattfinden. Wir gehen – bei allen prognostischen Unsicherheiten, die die Pandemie mit sich bringt – davon aus, dass die Bundesländer alsbald flächendeckend die 2G-Regel für Veranstaltungen einführen werden. Darauf deutet die Beschlussvorlage der heute anstehenden Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) hin. Darin heißt es, der Zugang zu Veranstaltungen – insbesondere in Innenräumen – „solle sich auf Geimpfte und Genesene beschränken, um die Infektionsdynamik zu brechen“ (Quelle: online Angebot der Frankfurter Rundschau, https://www.fr.de/politik/corona-gipfel-2g-lockdown-bund-laender-coronavirus-ministerpraesidenten-konferenz-pandemie-live-ticker-zr-91121314.html, abgerufen am 18.11.2021, 11:22 Uhr).

    Angesichts der Erläuterungen des RKI und der Auffassung bzw. Tendenz der Bundesländer bzw. der MPK halten wir es für verhältnismäßig, die Teilnahme an unseren Ausbildungsveranstaltungen grundsätzlich auf Genesene und Geimpfte zu beschränken. Damit steht jedem Interessenten die Teilnahme offen, da nach Auffassung des RKI faktisch auch keine objektiven medizinischen Kontraindikation und Gründe existieren, warum sich eine Person nicht gegen COVID-19 impfen lassen kann (vgl. FAQ-Beitrag unter https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html, zuletzt abgerufen am 18.11.2021, 13:18 Uhr). Die dafür erforderliche Erfüllung der Impfbedingung haben wir angesichts der in der Wissenschaft ganz herrschenden Meinung, dass die Impfung ein wirksames Mittel zur Pandemiebekämpfung ist und deshalb empfohlen wird (vgl. statt vieler die Empfehlungen der STIKO, abrufbar unter https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/Impfempfehlung-Zusfassung.html, zuletzt abgerufen am 18.11.2021, 12:09 Uhr) im Vergleich zu den Gefahren, die von falsch-negativ getesteten und damit ansteckenden Teilnehmern ausgehen, für weniger gravierend gehalten. 

    Soweit ein „offensichtlicher Widerspruch“ bei der Durchführung des Rehasports als medizinisches Angebot und der Übungsleiterausbildung gesehen wird, teilen wir diese Ansicht nicht.

    Zum einen gibt es einen grundsätzlichen Unterschied zwischen den von uns durchgeführten Ausbildungsveranstaltungen und der sozialrechtlichen Leistung des ärztlich verordneten Rehabilitationssports in Gruppen unter ärztlicher Betreuung und Überwachung nach § 64 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX: als private Veranstalter können wir – unter Wahrung der satzungsmäßigen Rechte der Vereinsmitglieder – grundsätzlich frei entscheiden, unter welchen Rahmenbedingungen wir unsere Veranstaltungen durchführen. Demgegenüber ist Rehasport als sozialrechtliche Leistung gesetzlich ausgestaltet, insbesondere darf die Teilnahme nicht von der Erfüllung von Voraussetzungen abhängig gemacht werden, die im SGB IX nicht vorgesehen sind. 

    Von daher besteht schon im Ansatz kein Widerspruch zwischen einer unter 2G-Bedingungen durchgeführten Ausbildungsveranstaltung und einer unter 3G Bedingungen durchgeführten Rehasportgruppe.

    Davon abgesehen besteht auch deshalb der von vermutete offensichtliche Widerspruch nicht, weil Rehasport – ebenfalls – als 2G-Veranstaltung durchgeführt werden kann. Dazu dürfen wir auf unsere ausführlichen Blogbeiträge verweisen (insbes. Blogbeitrag vom 24.08.2021), in denen wir – verkürzt zusammengefasst – dargestellt haben, dass insoweit eine Risikoabwägung durchzuführen ist, die durchaus die Teilnahmebeschränkung auf Genesene und Geimpfte zum Ergebnis haben kann.