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  • Rehasport Walking Football bringt nicht nur Fußballbegeisterte in Bewegung

    Rehasport Walking Football bringt nicht nur Fußballbegeisterte in Bewegung

    Liebe Mitglieder, liebe Anbieter,

    Walking Football ist ein spannendes Rehasport-Angebot – nicht nur für Männer!

    Für Menschen, die an „gängigen“ Rehasport-Angeboten keine Freude haben, kann Walking Football eine echte Alternative sein. Denn sie erreichen das Ziel des Rehasports, langfristig eigenverantwortlich zu trainieren, mit Gymnastik meist nicht. Besonders oft betrifft dies Männer. Roman Senga, Mitglied im erweiterten Vorstand des RSD, berichtet im Interview, wie er mit Walking Football viele Männer fürs regelmäßige Training begeistert.

    Wie sind Sie zum Walking Football gekommen, Herr Senga?

    In jungen Jahren war ich hauptberuflich Fußballtrainer. Ich habe Kinder und Jugendliche in der Jugendabteilung der Borussia Dortmund trainiert. Da bei mir alles gut lief, wollte ich gerne etwas Soziales machen. Da ich auch eine Ausbildung als Gymnastiklehrer habe, überlegte ich mir, Reha-Sport Fußball für Kinder anzubieten.

    Wer spielt nicht gerne Fußball? Kinder können so „auf Rezept“ Fußball spielen. Die Kinder meiner Gruppe waren ADHS-auffällig, teilweise schwer übergewichtig, traumatisiert, hatten Geburtsschäden. Eine Junge war ohne Füße geboren worden, wollte aber trotzdem Fußball spielen. Er hat dann einfach bei uns im Tor „gekniet“ und „gesessen“. Alles in allem waren es Kinder, welche in einer „normalen“ Fußballmannschaft nicht hätten mitspielen können. Die Kinder hatten in mir einen Profitrainer und ich habe mich gefreut, etwas Gutes zu tun. Das war für mich 2007 die eigentliche Grundidee, den Rehasport e.V. zu gründen. Walking Football war damals noch kein Thema.

    Wann haben Sie Walking Football angeboten?

    Aufgrund einer Rheumaerkrankung konnte ich seit 2017 nicht mehr Fußball spielen. Es war extrem hart, darauf zu verzichten. Seit 2000 hatte ich bei mir im lokalen Fußballverein gekickt. Ich musste mich also immer mehr aus dem Fußball zurückziehen. Fußballvereine haben es heute sehr schwer. In der Corona-Pandemie haben sie viele Mitglieder verloren. 2022 fiel uns auf, dass nur noch wenige zum Alte-Herren-Training gekommen sind.

    Und dann haben wir es mit Walking Football versucht. Wir haben uns auf dem Sportplatz getroffen, zur normalen Alte-Herren-Trainingszeit. Eigentlich haben wir Walking Football in die Opa-Schublade gesteckt. Und dann fiel uns auf, wie fordernd es sein kann. Wir haben unsere Trainingszeit von 90 auf 60 Minuten runtergesetzt, da Walking Football so unglaublich intensiv ist. Woche für Woche waren mehr Männer dabei. Und seitdem spielen wir sehr erfolgreich Walking-Football. Ich habe meinem Heimatverein dann den Übungsleiter-Subauftrag im Rehasport erklärt. Und seitdem können bei uns auch Menschen mit Rehasport-Verordnung mitspielen.

    Wie genau wird Walking Football gespielt?

    Im Vergleich zum klassischen Fußball gibt es beim Walking Football drei besondere Regeln:
    1.) Gehen: Walking Football ist Fußball ohne Laufen. Ein Fuß muss immer den Boden berühren.
    2.) Spielhöhe: Der Ball darf beim Rehasport Walking Football nur bis zu einer Höhe von einem Meter gespielt werden. Die Tore sind nicht höher als ein Meter.
    3.) Der Strafraum darf nicht betreten werden, um ein Tor zu verhindern oder zu erzielen. Je größer der Strafraum, desto höher die Intensität.

    Ist Walking Football nur etwas für Männer?

    Gerade für Männer, auch ältere Männer, ist Walking Football genau das Richtige, um wieder in Bewegung zu kommen. In einem Altenheim in Bottrop beteiligten sich meist nur Frauen am Reha-Sport. Als eine Steh- und Sitzfußballgruppe gegründet wurde, haben die alten Männer am Rollator und aus dem Rollstuhl heraus, mitgespielt. Da war eine Freude im Raum wie bei kleinen Jungs. Die Männer waren bei jedem Fußball-Termin dabei. Rehasport Fußball richtet sich natürlich auch genauso an Frauen.

    Warum bringen Sie gerade Männer mit Walking Football in Bewegung?

    Männer nehmen oft nicht an den klassischen Rehasport-Angeboten teil. Aber mit Walking Football leisten wir unseren Beitrag zur Förderung der Männergesundheit. Männer gehen gerne zum Fußballtraining. Fußballspielen, das ist auch bei mir ein so heiliger Moment. Oft spielen Jungs schon mit fünf, sechs Jahren Fußball im Verein. Wenn dann aber nach Jahren irgendwann das Knie schmerzt und der Rücken, hören viele auf. Und dann fehlt das Spielen, die Gemeinschaft.

    Ich habe das selbst erlebt nach meiner Rheumadiagnose. Ich bin ins Fitnessstudio gegangen, habe mit dem Golfen angefangen. Aber das ist alles nicht Fußball, weil die Gruppendynamik fehlt. Das erlebt man dann beim Reha-Sport Walking Football wieder.

    War es kompliziert, Walking Football als Reha-Sport anzubieten?

    Reha-Sport muss nicht immer Gymnastik sein. Alle möglichen Bewegungsspiele können als Rehasport anerkannt werden. Wenn ein Übungsleiter, der ein Angebot macht, dafür brennt, dann findet er auch die Teilnehmer/-innen und kann sie begeistern. Und begeisterte Teilnehmer haben Spaß, kommen regelmäßig und bleiben langfristig dabei.

    Wie können Fußballvereine, die Walking Football anbieten, Rehasport-Anbieter werden?

    Fußballvereine können sich ganz einfach an uns wenden. Natürlich braucht der Übungsleiter eine Qualifikation. Wir bezahlen und betreuen die Anerkennung und regeln alles Administrative. Da wir Mitglied im RSD sind, wächst auch der Verband. Wichtig ist mir: Wir sind Mitglied im RSD und das Angebot ist sehr gut. Allerdings können wir für Rehasport-Anbieter das Leben leichter machen, indem wir als gemeinnütziger Verein alles bezahlen und organisieren.

    Wie werde ich Übungsleiter/-in für Reha-Sport?

    Die Qualifikation kann jeder erwerben. Eine komplette Ausbildung umfasst ca. 200 Unterrichtseinheiten. Wenn jemand im Seniorenfußball dabei ist, kann er auch einen Übungsleiter-Schein machen. Gerade ältere Menschen sind hier richtig. Denn sie wissen, wie sie ihre Altersgruppe ansprechen und was sie machen können.

    Wenn jemand DFB Fußballtrainer C ist, erfüllt er bereits die Grundlagen und kann direkt in einen verkürzten Fachlehrgang einsteigen. Die meisten Fußballvereine haben sehr gut qualifiziertes Personal, auch wenn sie es nur ehrenamtlich machen.

    Gibt es viele Angebote für Walking Football?

    Ja! Der alte Herrenfußball stirbt langsam aus und daher bieten immer mehr Fußballvereine Walking Football an. Und wenn sie Walking Football als Reha-Sport anerkennen lassen, kommen immer mehr neue Teilnehmer/-innen. Ärzte verschreiben Reha-Sport. Manchmal muss man nachfragen. Aber es ist ganz einfach.

    Wenn wir die Menschen nachhaltig in Bewegung bringen, entlastet das auf lange Sicht unser Gesundheitssystem. Es ist ein wichtiger Beitrag für die Gesundheit von Männern und wir sparen hohe Kosten ein, weil sich Männer um ihre Gesundheit kümmern. Für mich ist das eine medizinische Revolution.

    Zur Person:

    Roman Senga hat 2007 den Rehasport e.V. gegründet. Als Vertreter der Groups ist er Mitglied im erweiterten Vorstand des RSD. Kontakt: E-MAIL fussball@rehasport-finder.de

  • 29. September 2023 | Kompaktlehrgänge für Quereinsteiger

    29. September 2023 | Kompaktlehrgänge für Quereinsteiger

    Liebe Mitglieder, liebe Anbieter!
    Der überall beklagte Fachkräftemangel wirkt sich auch im Rehasport stark aus. Weil Übungsleiter fehlen, können Gruppen immer wieder nicht bedarfsgerecht angeboten werden. Im Vergleich zu anderen Tätigkeitsfeldern sind aber die Hürden für den Quereinstieg im Rehasport niedrig. Innerhalb einer nur etwa vierwöchigen Kompaktausbildung kann die Berechtigung zur Anleitung von Rehasportgruppen im Profil Orthopädie erworben werden. Im kommenden Jahr bietet der RSD in Kooperation mit der es.te services GmbH mehrere dieser Lehrgänge an. Alle Informationen zur Ausbildung für Laien und Quereinsteiger finden Sie hier.

    Um Sie beim Finden potentieller Übungsleiter für Rehasport zu unterstützen, haben wir Motivationsmaterial erstellt, welches Sie für Ihre Kampagne verwenden können.

    Hier geht es zum Download für die Flyer, Handzettel und Plakate.

    Wenn Sie das Material in hoher Druck- und Papierqualität bei uns bestellen möchten, finden Sie hier das Bestellformular. 

     

  • 1. September 2023 | Rehasport für Kinder und Jugendliche

    1. September 2023 | Rehasport für Kinder und Jugendliche

    Liebe Anbieter, liebe Mitglieder!

    Es ist längst bekannt, dass sich Kinder und Jugendliche nicht mehr in ausreichendem Maße bewegen. Welche Konsequenzen das hat, wird u.a. in den Ergebnissen der KiGGS-Studie des Robert-Koch-Instituts deutlich. Im Rahmen dieser “Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland” wurden über einen Zeitraum von vielen Jahren Datenerhebungen vorgenommen. Die Ergebnisse sind ernüchternd:

    • ​​17,6% der Kinder weisen im Grundschulalter bereits Haltungsschwächen auf.
    • 15% der Kinder ab 4 Jahren haben Übergewicht, 6,3% sind adipös.
    • 25% der Kinder ab 6 Jahren haben Defizite bei der Körperkoordination.
    • 34% aller Kinder ab 6 Jahren bewegen sich zu wenig.
    • 20% aller Kinder haben gravierende Orientierungsprobleme.
    • 20,2% aller Kinder haben bereits allgemeine psychische Störungen.
    • 5,4% aller Kinder leiden unter ADS bzw. ADHS.
    • 72,5% der Kinder erreichen nicht die WHO-Empfehlung sich 60 Minuten pro Tag zu bewegen.

    Die Konsequenzen sind gravierend. Zivilisationskrankheiten wie Diabetes mellitus und Adipositas bei Kindern nehmen immer mehr zu. Die physische Widerstandsfähigkeit von Kindern ist deutlich zurückgegangen. Auch die Resilienz – also die psychische Stärke von Kindern gegenüber schwierigen Lebenssituationen –  hat sich stark verschlechtert; ihre Strategien zur Alltagsbewältigung sind deutlich weniger entwickelt als noch vor 20 Jahren.

    Natürlich ist nicht jedes Kind betroffen, aber der Anteil von Kindern mit geschwächter Konstitution wächst permanent. Hier kann Rehasport helfen. Allerdings sind Angebote, zugeschnitten auf die besonderen Bedürfnisse dieser Zielgruppe, leider sehr rar. Oftmals finden Eltern für ihre Kinder kein passendes Angebot.

    Grundsätzlich kann jeder Rehasportanbieter auch Gruppen für Kinder und Jugendliche einrichten, denn die Qualifikation eines Übungsleiters im Rehasport gilt für alle Altersgruppen. Spezielles Wissen für die Anleitung von Kindern und Jugendlichen ist Bestandteil der Ausbildung. Ergänzend zum Qualifikationsnachweis ist bei der Beantragung eines Angebotes für Kinder und Jugendliche lediglich die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses für den Übungsleiter erforderlich.

    Für Übungsleiter, die sich ganz konkret auf Rehasportgruppen mit Kids vorbereiten möchten, gibt es verschiedene Fortbildungsangebote. Über www.rehasport-deutschland.school sind aktuell zwei Themen verfügbar.

    Rehasport mit Kindern und Jugendlichen am Beispiel Yoga befasst sich mit den Grundsätzen von Training für diese Altersgruppe und dem Konzept von Yoga mit seiner besonderen Wirkungsweise in Bezug Entspannung und Achtsamkeit. Die Fortbildung gibt eine Vielzahl konkreter Impulse für die praktische Umsetzung.

    Variantenreicher Rehasport mit Kindern und Jugendlichen befasst sich mit der Vielfalt an Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche in Bewegung zu bringen. Mit einer großen Menge an Spielideen und beispielhaften Bewegungsaufgaben werden die Möglichkeiten der Stundengestaltung im Rehasport aufgezeigt.

  • 18. April 2023 | Rehasport im Freien

    18. April 2023 | Rehasport im Freien

    Liebe Anbieter, liebe Mitglieder!

    Die überarbeitete und am 1. Januar 2022 in Kraft getretene Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining ermöglicht, bei Einverständnis der Teilnehmenden und Vorhandensein geeigneter Flächen, eine Durchführung der Gruppen im Freien. Auf dem Verordnungsformular (Formular 56) wurde die Rehabilitationssportart Leichtathletik durch Ausdauer- und Kraftausdauerübungen ersetzt, wodurch auch moderne Trainings- und Bewegungsformen wie  z.B. Power Walking oder funktionelles Training im Freien abgebildet sind.

    Während der Pandemie hat sich schon gezeigt, dass Angebote im Freien sehr gut angenommen werden. Wer einen Blick auf die Forschungsergebnisse zur Thematik wirft, wird sich darin bestärkt sehen, Gruppen einzurichten, die vorwiegend im Freien stattfinden.

    Untersuchungen belegen, dass Bewegung und Training im Freien gegenüber der Aktivität in Innenräumen zusätzliches gesundheitswirksames Potenzial entfalten. Zum Beispiel nehmen Müdigkeit und Depressivität ab. Die Naturnähe sorgt für Entspannung und Abwechslung;  der Cortisolspiegel sinkt – die Stimmung steigt. 

    Wenn eine Wiese zum Outdoor-Training zur Verfügung steht, profitieren die Teilnehmer nicht nur von der schönen Umgebung, sondern auch von einem besonders geeigneten Untergrund, der die Gelenke schont und eine Matte durchaus ersetzen kann. Bewegungen auf unebenem Boden fördern die lokale Stabilität in den Gelenken und der Wirbelsäule. Koordinative Fähigkeiten wie Gleichgewichtsfähigkeit, Umstellungsfähigkeit und Reaktionsfähigkeit werden unter ganz natürlichen Bedingungen und ohne Geräteaufwand trainiert. Landschaftliche Voraussetzungen können für eine ganz ursprüngliche Art des Intervalltrainings sorgen. Das Umfeld “Natur” stimuliert alle Sinne und wirkt sich anregend auf die Aktivität des Gehirns aus.

    Die positive Wirkung von Sport auf das Immunsystem ist im Freien besonders ausgeprägt. Wer auch bei kühleren Temperaturen seine Einheiten regelmäßig an der frischen Luft absolviert, schult den Körper darin, sich zügig an geänderte Bedingungen anzupassen und wird unempfindlicher gegenüber einem Wetterwechsel und Krankheitserregern.

    Beim Outdoor-Sport wird Vitamin D, “das Sonnenvitamin”, getankt und mit ihm seine vielen positiven Wirkungen, wie z.B. die Verbesserung der Kalziumaufnahme durch den Körper, was zu einer Stärkung der Knochen führt.

    Es gibt also jede Menge Gründe, Rehabilitationssportgruppen einzurichten, die vorwiegend im Freien stattfinden, im Sommer wie im Winter.

    Wie immer liegt es auch im Freien in der Hand des Übungsleiters, dafür zu sorgen, dass es nicht langweilig wird. Draußen sind die Möglichkeiten zu trainieren vielfältig, selbst wenn nur wenige oder keine Kleingeräte zur Verfügung stehen. Unsere Übungsleiterausbildungen bereiten auf diese Situation vor. Bei einigen Lehrgängen – sie sind in der Ausschreibung grün markiert – hat die inhaltliche Ausgestaltung des Praxisteils einen speziellen Fokus auf die Gegebenheiten von Training im Freien.

  • 12. April 2023 | Mehr Rehasport für Menschen mit Diabetes mellitus

    12. April 2023 | Mehr Rehasport für Menschen mit Diabetes mellitus

    Liebe Anbieter, liebe Mitglieder!

    Wer regelmäßig sportlich aktiv ist, senkt das Risiko für eine Vielzahl von Erkrankungen. Bei bereits bestehenden Störungen ist gezieltes Training nachweislich eine wirkungsvolle Therapie. Die Effekte von Bewegung auf Körper und Geist sind dabei sehr vielfältig und hängen von der Dosis ab. Ganz unmittelbar stellen sich beim Sport Stressabbau und die Senkung des Blutzuckerspiegels ein. Aber erst wer regelmäßig trainiert, erzielt nachhaltige Veränderungen wie eine spürbare Verbesserung der Belastbarkeit oder die Absenkung messbarer Werte wie Blutdruck und Körpergewicht.

    Todesursache Nr. 1 in Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dabei können gerade Menschen mit einer solchen Disposition durch zielgerichtetes Training die Negativspirale pathogener Prozesse durchbrechen und erreichen, dass

    • der Blutzuckerspiegel dauerhaft sinkt
    • die Insulinempfindlichkeit steigt
    • sich der Blutdruck normalisiert 
    • sich Blutfettwerte verbessern
    • Übergewicht abgebaut wird

    Lebensfreude und Lebensqualität nehmen zu und das Risiko, vorzeitig an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu versterben, sinkt stetig.

    Ärztlich verordneter Rehabilitationssport kann einen wirkungsvollen Impuls in Richtung eines aktiven, gesundheitsbewussten Lebenswandels setzen. Dieses Potenzial ist durch das Inkrafttreten der neuen Rahmenvereinbarung am 01.01.2022 noch einmal gewachsen. Denn mit der Einordnung von Diabetes mellitus als schwere Beeinträchtigung besteht für den Arzt die Möglichkeit, 120 statt der üblichen 50 Übungseinheiten zu verordnen. Damit haben sich die Bedingungen für die Betroffenen, gezieltes Training dauerhaft in ihrem Alltag zu etablieren, noch einmal deutlich verbessert.

    Dennoch gibt es ein “Aber”: Die Anzahl zugelassener Rehasportgruppen für Diabetiker ist gering; nach wie vor kann von einer flächendeckenden Versorgung mit entsprechenden Angeboten nicht die Rede sein. Auch die Anzahl qualifizierter Übungsleiter ist nicht ausreichend. Um an dieser Situation zügig etwas zu verändern, gibt es nun ein neues Lehrgangsmodell, das Rehasport-Übungsleitern auf kurzem Wege die Qualifikation für den Bereich Diabetes und metabolisches Syndrom zugänglich macht.

    Der Aufbau-Lehrgang Diabetes und metabolisches Syndrom umfasst 40 UE und setzt sich aus Online- und Präsenzabschnitten zusammen. Er schließt mit einer schriftlichen und einer praktischen Prüfung ab. Teilnahmevoraussetzung ist die Vorlage einer gültigen Berechtigung in einem anderen Rehasport-Profil.

  • Qualifikationsanforderungen Übungsleiter/-in Rehabilitationssport NEU

    Die von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) festgelegten Qualifikationsanforderungen für Übungsleiter im Rehasport wurden überarbeitet. Die Übungsleiterausbildung unseres Verbandes ist nun mit aufgeführt. Außerdem ist ab sofort auch für Ergotherapeuten die Teilnahme an Sonderlehrgängen Rehasport Physiotherapeuten möglich.