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  • Aktivrente im Rehabilitationssport: Ein Baustein zur Fachkräftesicherung

    Aktivrente im Rehabilitationssport: Ein Baustein zur Fachkräftesicherung

    Der Rehabilitationssport ist eine wichtige Säule unseres Gesundheitssystems. Damit Rehasportangebote verlässlich durchgeführt werden können, braucht es qualifizierte Übungsleiterinnen und Übungsleiter. Deren Gewinnung und langfristige Bindung stellen viele Anbieter jedoch zunehmend vor Herausforderungen.

    Mit der sogenannten Aktivrente wird es für Rentnerinnen und Rentner attraktiver, auch nach dem Eintritt in den Ruhestand beruflich aktiv zu bleiben. Daraus ergeben sich auch für den Rehabilitationssport neue Perspektiven – insbesondere vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftemangels und der steigenden Nachfrage nach Rehasportangeboten infolge des demografischen Wandels.

    Die Aktivrente ermöglicht es Menschen nach Erreichen der Regelaltersgrenze, neben dem Bezug ihrer Altersrente weiterhin erwerbstätig zu sein, ohne dass eine Hinzuverdienstgrenze gilt. Die Rente wird also nicht gekürzt. Voraussetzung ist, dass die Regelaltersgrenze erreicht wurde, eine Altersrente bezogen wird und eine Erwerbstätigkeit aufgenommen oder fortgeführt wird.

    Für den Rehabilitationssport kann diese Regelung klare Vorteile mit sich bringen. Erfahrene Übungsleiterinnen und Übungsleiter, die auch im Rentenalter weiter tätig bleiben, verfügen oft über langjährige Praxis, hohe soziale Kompetenz und einen sicheren Umgang mit den Teilnehmenden. Zugleich sind sie vielfach flexibel einsetzbar. Dieses Potenzial kann dazu beitragen, bestehende Versorgungsstrukturen zu stabilisieren und Angebote aufrechtzuerhalten.

    Gerade in Zeiten wachsender Nachfrage kann die Aktivrente damit ein wichtiger Baustein zur Fachkräftesicherung im Rehasport sein. Sie eröffnet Anbietern zusätzliche Möglichkeiten, qualifiziertes Personal im System zu halten und wertvolle Erfahrung weiterhin zu nutzen.

    Gleichzeitig kann die Aktivrente strukturelle Maßnahmen zur Fachkräftesicherung nicht ersetzen. Sie ist sinnvoll, wenn sie gezielt und planvoll in eine nachhaltige Personalstrategie eingebunden wird. Die langfristige Zukunftsfähigkeit des Rehabilitationssports wird weiterhin davon abhängen, neue Übungsleiterinnen und Übungsleiter zu gewinnen, auszubilden und dauerhaft an das Arbeitsfeld zu binden.

    Fazit:

    Die Aktivrente ist auch für den Rehabilitationssport ein positiv zu bewertendes Instrument. Sie kann helfen, erfahrene Fachkräfte länger im Einsatz zu halten und damit einen Beitrag zur Sicherung der Angebotsstrukturen zu leisten. Als alleinige Lösung für den Fachkräftemangel reicht sie jedoch nicht aus.