Autor: Christin Ufer

  • FIBO 2026: Viel Andrang, klare Signale

    FIBO 2026: Viel Andrang, klare Signale

    Die FIBO ist laut – aber nicht in Halle 8. Weniger Show, mehr Austausch. Gespräche entstehen hier nicht im Vorübergehen, sondern mit Zeit und Substanz. Genau das hat unseren Messeauftritt geprägt.

    An unserem Stand war durchgehend Bewegung. Nicht das flüchtige Hallo, sondern echtes Interesse – an der Arbeit des RSD ebenso wie an RESI, dem System zur digitalen Signatur und Abrechnung unseres Partners es.te services GmbH. Dabei wurde deutlich, wie sehr einfache Prozesse und Verlässlichkeit gefragt sind. Digitalisierung wird nicht mehr abstrakt sondern als Werkzeug verstanden, das funktionieren muss – im Alltag und unter Zeitdruck. Genau dort setzt RESI an, und genau dort wurde es wahrgenommen.

    Ein Thema hat sich immer wieder in den Vordergrund geschoben: Rehasport muss nicht zwangsläufig an Vereinsstrukturen gebunden sein. Wir sind unserem Ziel ein gutes Stück näher gekommen, das greifbar zu machen und zu vermitteln, wie einfach eine direkte Anerkennung durch den RSD ist.

    Neben neuen Kontakten gab es auch ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern. Manche Gespräche wurden fortgesetzt, andere neu gedacht. Dazwischen entstanden Ideen, die über den Messekontext hinausgehen.

    Wieder, wie schon nach unseren letzten Messeauftritten, ziehen wir eine positive Bilanz. Die FIBO hat uns bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir konnten Impulse setzen und zugleich neue aufnehmen. Gute Gründe, auch 2027 wieder dabei zu sein.

  • Kündigung durch opta data

    Kündigung durch opta data

    Liebe Mitglieder, liebe Anbieter,

    einige unserer Mitglieder haben uns mitgeteilt, dass opta data den Dienstleistungsvertrag für die Rehasportabrechnung und die Nutzung der Software für die digitale Signatur zum Jahresende gekündigt hat.

    Bei der Suche nach einer modernen und komfortablen Lösung für die Abrechnung unterstützen wir Sie gern.

    Hier können Sie einen Termin zur Online-Beratung buchen.

  • RehaSport Deutschland e.V. auf der FIBO 2026

    RehaSport Deutschland e.V. auf der FIBO 2026

    Liebe Mitglieder, liebe Anbieter, liebe Übungsleitende,

    wenn sich die Gesundheitsbranche vom 16. bis 19. April auf der FIBO trifft, gehört auch der Rehasport inzwischen selbstverständlich dazu. Der RSD ist deshalb in diesem Jahr erstmals mit einem eigenen Stand vertreten.

    Wenn Sie vor Ort sind, schauen Sie doch vorbei!

    Wir freuen uns auf einen persönlichen Austausch jenseits von E-Mails und Telefonaten – und auf Gespräche über das, was unseren Bereich heute ausmacht und morgen prägen wird.

    Für Mitglieder und Übungsleitende des RSD stellen wir gern kostenfreie Tagestickets zur Verfügung. Schreiben Sie einfach eine E-Mail mit der gewünschten Anzahl an messe@rehasport-deutschland.de.

    Sie finden uns in Halle 8 am Stand B 92.

  • Erfolgreicher Messeauftritt auf der therapro Stuttgart

    Erfolgreicher Messeauftritt auf der therapro Stuttgart

    Die therapro gehört zu den wichtigsten Fachmessen für Therapie, Rehabilitation und Prävention im süddeutschen Raum – und der RSD war mittendrin statt nur dabei.

    Unser gemeinsamer Messeauftritt mit der es.te services GmbH war ein voller Erfolg und hat eindrucksvoll gezeigt, welche Bedeutung der Rehabilitationssport heute und künftig im Gesundheitswesen einnimmt.

    Der RSD ist seit zwei Jahrzehnten fest im Rehabilitationssport verankert. Der fachliche Austausch auf der Messe zeigte erneut, dass die aktuellen Herausforderungen den Anbietern bekannt und fundierte, praxistaugliche Lösungsansätze mehr denn je gefragt sind.

    Ein zentrales Thema war die Digitalisierung der Abrechnung im Rehasport. Viele Einrichtungen stehen vor steigendem Verwaltungsaufwand, komplexen Abrechnungsanforderungen und zunehmenden Prüfungen durch die Krankenkassen. Entsprechend groß ist das Interesse an digitalen Instrumenten, die Prozesse vereinfachen, Transparenz schaffen und wirtschaftliche Stabilität unterstützen. In diesem Kontext wurden auch konkrete Lösungsansätze aus unserem Netzwerk intensiv diskutiert.

    Ebenso stark nachgefragt war der Austausch zur Verbandsarbeit und zu strategischen Perspektiven im Rehasport. Anbieter wünschen sich einen agilen, direkten Support, verlässliche Unterstützung im Abrechnungs- und Vertragswesen sowie eine klare Positionierung des Rehasports im Gesundheitswesen. Auch praxisnahe Beratung bei rechtlichen und organisatorischen Fragestellungen gewinnt weiter an Bedeutung. Viele Gespräche kreisten daher um die zentrale Frage: „Wie stellen wir unseren Rehasport zukunftssicher auf?“

    Unverändert groß ist zudem das Interesse am Aus- und Fortbildungsprogramm des RSD. Die Qualifikation von Übungsleitenden bleibt ein entscheidender Qualitätsfaktor, insbesondere vor dem Hintergrund steigender Anforderungen im Gesundheitswesen.

    Auch im kommenden Jahr wird der RSD wieder auf der therapro in Stuttgart vertreten sein. Merken Sie sich bereits jetzt den Termin vor: 29. bis 31. Januar 2027.

  • Neuer Look, gleiche Inhalte, Abofunktion  – Der RSD-Blog im neuen Format

    Neuer Look, gleiche Inhalte, Abofunktion  – Der RSD-Blog im neuen Format

    Liebe Mitglieder, liebe Rehasportanbieter,

    willkommen in unserem Blog im neuen Format!

    Schon seit knapp sechs Jahren informieren wir hier regelmäßig über alles, was den Rehasport bewegt. Ab sofort erscheint der RSD-Blog in einem neuen, modernen Format: übersichtlicher und nutzerfreundlicher.

    Neu ist auch die Möglichkeit, unsere Blog-Updates zu abonnieren. So werden Sie über Veröffentlichungen benachrichtigt, bleiben automatisch auf dem Laufenden und verpassen keine wichtigen Infos, Praxis-Tipps oder fachlichen Hintergründe mehr.

    Unser Tipp: Nutzen Sie auch die Suchfunktion im Blog. Damit finden Sie schnell alle Beiträge zu Ihrem Wunschthema – kompakt an einem Ort.

  • Weihnachten und Jahreswechsel

    Weihnachten und Jahreswechsel

    Liebe Mitglieder, liebe Anbieter,

    schon wieder ist ein Jahr vorbei! Unverändert ist, dass sich ein Großteil der Nachrichten aus der Welt kaum ertragen lässt. Weil vieles – international wie national – von Unsicherheit geprägt ist, fällt es schwer, den Blick auf positive Entwicklungen zu richten – aber es ist gleichermaßen umso wichtiger. In letzter Zeit wird immer wieder davon berichtet, dass sich das Ozonloch kontinuierlich erholt und in 2025 so früh schließt, wie seit Jahren nicht mehr. Was für eine positive Veränderung! Auch zum Thema Bewegung gibt es gute Nachrichten: In Deutschland wird wieder mehr zu Fuß gegangen! Dies geht aus der bundesweit größten Erhebung zur Alltagsmobilität, der Studie “Mobilität in Deutschland”, hervor. Diese leisen, aber nachhaltigen Fortschritte zeigen: Veränderung findet statt – oft jenseits der großen Schlagzeilen.

    Auch im RSD war das vergangene Jahr von solchen Entwicklungen geprägt. Der erweiterte Vorstand hat in neuer Besetzung seine Arbeit aufgenommen und als erstes großes Projekt die Satzungsänderungen beschlossen. Diese treten mit der Eintragung ins Vereinsregister voraussichtlich im ersten Quartal des kommenden Jahres in Kraft.

    Auch schön, kreativ und erlebnisreich: Unser Verbandstag ist zurück! Rund um die Mitgliederversammlung haben wir in geselliger Vorabendrunde, beim Wissenschaftlichen Forum und während der abendlichen Feier zum 20jährigen Jubiläum des RSD den direkten Austausch mit Ihnen sehr genossen. Einen Mitschnitt des von Jessica Schittek im Rahmen des Wissenschaftlichen Forums gehaltenen Vortrags mit dem Thema Diabetes, Demenz und Bewegung – die unsichtbare Verbindung finden Sie hier.

    Und im kommenden Jahr geht es direkt weiter:

    Im Januar starten wir zunächst mit einer Neuauflage des RSD Stammtisch zu den Themenschwerpunkten

    • Neue Vereinbarung zur Durchführung und Finanzierung des Rehabilbilationssports mit dem Verband der Ersatzkassen (vdek)
    • Neues zum Thema Folgeverordnung

    Der Stammtisch im Online-Format findet am 12. und 15. Januar jeweils von 18:00 bis ca. 19:30 Uhr statt. Hier können Sie sich anmelden.

    Ebenfalls im Januar starten wir mit unserem neu gestalteten Blog. Das moderne, klar strukturierte Layout sorgt für bessere Orientierung, die Suche überzeugt mit hoher Performance – und dank der neuen Abo-Funktion verpassen Sie keinen Beitrag mehr.

    Vom 30. Januar bis 1. Februar können Sie uns auf der therapro in Stuttgart treffen. Wir haben ein großes Kartenkontingent geordert. Ihren Gutschein für ein kostenfreies Ticket können Sie per E-Mail an messe@rehasport-deutschland.de bestellen. Auf die persönliche Begegnung mit Ihnen freuen wir uns!

    Allen Lesern unseres Blogs wünschen wir ein fröhliches Weihnachtsfest und erholsame Feiertage. Möge 2026 ein Jahr werden, in dem Sie die Fortschritte erzielen, die Sie sich vorgenommen haben – ob leise und nachhaltig oder weitreichend und massiv. Und bleiben Sie gesund!

    Ihr RSD-Team

  • Treffen Sie uns auf der therapro in Stuttgart

    Treffen Sie uns auf der therapro in Stuttgart

    Liebe Mitglieder, liebe Anbieter,

    nach längerer Unterbrechung waren wir im Jahr 2025 wieder auf Messen aktiv. Wir haben viele von Ihnen getroffen, interessante Gespräche geführt und neue Kontakte geknüpft. Im neuen Jahr starten wir vom 30. Januar bis 1. Februar mit der therapro in Stuttgart. Mit der Kombination Messe, Kongress und Programm ist sie eine der wichtigsten Fach- und Fortbildungsveranstaltungen unserer Branche.

    Kommen Sie vorbei! Einen Gutschein für ein kostenloses Tagesticket können Sie über die E-Mail-Adresse messe@rehasport-deutschland.de anfordern. Vergessen Sie nicht, uns Ihre Postanschrift mitzuteilen. Der Versand erfolgt ab dem 05.01.2026.

    Besuchen Sie uns in Halle 4 am Stand E59!

     

  • Treffen Sie uns auf der therapie Düsseldorf

    Treffen Sie uns auf der therapie Düsseldorf

    Liebe Mitglieder, liebe Anbieter,

    unser Auftritt bei der therapie Leipzig hat uns viele interessante Gespräche und neue Kontakte gebracht. Jetzt freuen wir uns auf die therapie Düsseldorf am 19. und 20. September 2025. Mit der Kombination aus innovativer Fachmesse und praxisnahem Fachprogramm ist sie die führende Fachmesse für Therapie und medizinische Rehabilitation im Westen Deutschlands.

    Kommen Sie vorbei! Ihren personalisierten Buchungscode für ein kostenloses Tagesticket können Sie über die E-Mail-Adresse messe@rehasport-deutschland.de anfordern. Der Versand erfolgt ab dem 01.09.2025.

    Besuchen Sie uns in Halle 6 am Stand J24!

     

  • Der RSD auf der therapie LEIPZIG – unser Fazit

    Der RSD auf der therapie LEIPZIG – unser Fazit

    Liebe Mitglieder, liebe Anbieter,

    vom 8. bis 10. Mai 2025 fand die therapie LEIPZIG statt. Diese Messe ist die größte Plattform für Therapie, medizinische Rehabilitation und Prävention im deutschsprachigen Raum. An allen drei Messetagen gab es zahlreiche Fachvorträge zum Thema Rehabilitation, aber auch zu Organisation, Verwaltung und Abrechnung. Der Rehasport Deutschland e.V. und die es.te services GmbH als Mitaussteller präsentierten sich mit zwei Vorträgen:

    • Rehasport durchführen und 100% der Abrechnungssumme erhalten!
    • Rehasport Abrechnung – digital & einfach | Optimierung der Auslastung durch Kennzahlensystem

    Unter der Moderation von Diana Smikalla fand bei einer Podiumsdiskussion zum Thema „Wie können wir den Rehasport in Deutschland zukunftssicher machen?“ ein offener Austausch

    zu Digitalisierung, Indikationsspektrum, Qualifikation von Übungsleitenden und den Potenzialen von Rehasport statt. Teilnehmende waren Katrin Kunert (Vizepräsidentin Breiten-, Präventions- und Rehabilitationssport im Deutschen Behindertensportverband e.V.), Benno Kaiber (Referent Rehabilitation und Leistungen im Verband der Ersatzkassen e. V.), Holger Lerch (Geschäftsführer heyRobin GmbH) und Sabine Knappe (Stellv. Vorsitzende RehaSport Deutschland e.V.). Alle Beteiligten erklärten, den gemeinsamen Austausch fortsetzen zu wollen, um den Rehasport weiter voranzubringen.

    Mittelpunkt der Gespräche am Messestand war ein Thema, bei dem offenbar noch immer großer Aufklärungsbedarf besteht: Der weitverbreitete Irrglaube, Rehasport sei ausschließlich in Vereinsstrukturen möglich. Dieser Mythos hält sich erstaunlich hartnäckig – dabei ist er längst überholt. Bereits seit knapp 20 Jahren ermöglicht der RSD Anbietern jeglicher Rechtsform, Rehasport eigenständig anzubieten – ganz ohne Vereinsgründung oder Kooperation.

    Wir haben uns über die Resonanz und das positive Feedback von Ihnen, liebe Mitglieder, aber auch über viele neue Kontakte sehr gefreut. Es zeigt sich immer wieder, dass das persönliche Gespräch und der Austausch mit anderen sehr wertvoll sind. In diesem Sinne freuen wir uns auf die anstehenden Messen. Der RSD wird auf folgenden Messen vertreten sein:

    • 19.09.2025 bis 20.09.2025 therapie DÜSSELDORF
    • 30.01.2026 bis 01.02.2026 therapro in Stuttgart
    • 16.04.2026 bis 19.04.2026 FIBO in Köln
  • Rehasport Walking Football bringt nicht nur Fußballbegeisterte in Bewegung

    Rehasport Walking Football bringt nicht nur Fußballbegeisterte in Bewegung

    Liebe Mitglieder, liebe Anbieter,

    Walking Football ist ein spannendes Rehasport-Angebot – nicht nur für Männer!

    Für Menschen, die an „gängigen“ Rehasport-Angeboten keine Freude haben, kann Walking Football eine echte Alternative sein. Denn sie erreichen das Ziel des Rehasports, langfristig eigenverantwortlich zu trainieren, mit Gymnastik meist nicht. Besonders oft betrifft dies Männer. Roman Senga, Mitglied im erweiterten Vorstand des RSD, berichtet im Interview, wie er mit Walking Football viele Männer fürs regelmäßige Training begeistert.

    Wie sind Sie zum Walking Football gekommen, Herr Senga?

    In jungen Jahren war ich hauptberuflich Fußballtrainer. Ich habe Kinder und Jugendliche in der Jugendabteilung der Borussia Dortmund trainiert. Da bei mir alles gut lief, wollte ich gerne etwas Soziales machen. Da ich auch eine Ausbildung als Gymnastiklehrer habe, überlegte ich mir, Reha-Sport Fußball für Kinder anzubieten.

    Wer spielt nicht gerne Fußball? Kinder können so „auf Rezept“ Fußball spielen. Die Kinder meiner Gruppe waren ADHS-auffällig, teilweise schwer übergewichtig, traumatisiert, hatten Geburtsschäden. Eine Junge war ohne Füße geboren worden, wollte aber trotzdem Fußball spielen. Er hat dann einfach bei uns im Tor „gekniet“ und „gesessen“. Alles in allem waren es Kinder, welche in einer „normalen“ Fußballmannschaft nicht hätten mitspielen können. Die Kinder hatten in mir einen Profitrainer und ich habe mich gefreut, etwas Gutes zu tun. Das war für mich 2007 die eigentliche Grundidee, den Rehasport e.V. zu gründen. Walking Football war damals noch kein Thema.

    Wann haben Sie Walking Football angeboten?

    Aufgrund einer Rheumaerkrankung konnte ich seit 2017 nicht mehr Fußball spielen. Es war extrem hart, darauf zu verzichten. Seit 2000 hatte ich bei mir im lokalen Fußballverein gekickt. Ich musste mich also immer mehr aus dem Fußball zurückziehen. Fußballvereine haben es heute sehr schwer. In der Corona-Pandemie haben sie viele Mitglieder verloren. 2022 fiel uns auf, dass nur noch wenige zum Alte-Herren-Training gekommen sind.

    Und dann haben wir es mit Walking Football versucht. Wir haben uns auf dem Sportplatz getroffen, zur normalen Alte-Herren-Trainingszeit. Eigentlich haben wir Walking Football in die Opa-Schublade gesteckt. Und dann fiel uns auf, wie fordernd es sein kann. Wir haben unsere Trainingszeit von 90 auf 60 Minuten runtergesetzt, da Walking Football so unglaublich intensiv ist. Woche für Woche waren mehr Männer dabei. Und seitdem spielen wir sehr erfolgreich Walking-Football. Ich habe meinem Heimatverein dann den Übungsleiter-Subauftrag im Rehasport erklärt. Und seitdem können bei uns auch Menschen mit Rehasport-Verordnung mitspielen.

    Wie genau wird Walking Football gespielt?

    Im Vergleich zum klassischen Fußball gibt es beim Walking Football drei besondere Regeln:
    1.) Gehen: Walking Football ist Fußball ohne Laufen. Ein Fuß muss immer den Boden berühren.
    2.) Spielhöhe: Der Ball darf beim Rehasport Walking Football nur bis zu einer Höhe von einem Meter gespielt werden. Die Tore sind nicht höher als ein Meter.
    3.) Der Strafraum darf nicht betreten werden, um ein Tor zu verhindern oder zu erzielen. Je größer der Strafraum, desto höher die Intensität.

    Ist Walking Football nur etwas für Männer?

    Gerade für Männer, auch ältere Männer, ist Walking Football genau das Richtige, um wieder in Bewegung zu kommen. In einem Altenheim in Bottrop beteiligten sich meist nur Frauen am Reha-Sport. Als eine Steh- und Sitzfußballgruppe gegründet wurde, haben die alten Männer am Rollator und aus dem Rollstuhl heraus, mitgespielt. Da war eine Freude im Raum wie bei kleinen Jungs. Die Männer waren bei jedem Fußball-Termin dabei. Rehasport Fußball richtet sich natürlich auch genauso an Frauen.

    Warum bringen Sie gerade Männer mit Walking Football in Bewegung?

    Männer nehmen oft nicht an den klassischen Rehasport-Angeboten teil. Aber mit Walking Football leisten wir unseren Beitrag zur Förderung der Männergesundheit. Männer gehen gerne zum Fußballtraining. Fußballspielen, das ist auch bei mir ein so heiliger Moment. Oft spielen Jungs schon mit fünf, sechs Jahren Fußball im Verein. Wenn dann aber nach Jahren irgendwann das Knie schmerzt und der Rücken, hören viele auf. Und dann fehlt das Spielen, die Gemeinschaft.

    Ich habe das selbst erlebt nach meiner Rheumadiagnose. Ich bin ins Fitnessstudio gegangen, habe mit dem Golfen angefangen. Aber das ist alles nicht Fußball, weil die Gruppendynamik fehlt. Das erlebt man dann beim Reha-Sport Walking Football wieder.

    War es kompliziert, Walking Football als Reha-Sport anzubieten?

    Reha-Sport muss nicht immer Gymnastik sein. Alle möglichen Bewegungsspiele können als Rehasport anerkannt werden. Wenn ein Übungsleiter, der ein Angebot macht, dafür brennt, dann findet er auch die Teilnehmer/-innen und kann sie begeistern. Und begeisterte Teilnehmer haben Spaß, kommen regelmäßig und bleiben langfristig dabei.

    Wie können Fußballvereine, die Walking Football anbieten, Rehasport-Anbieter werden?

    Fußballvereine können sich ganz einfach an uns wenden. Natürlich braucht der Übungsleiter eine Qualifikation. Wir bezahlen und betreuen die Anerkennung und regeln alles Administrative. Da wir Mitglied im RSD sind, wächst auch der Verband. Wichtig ist mir: Wir sind Mitglied im RSD und das Angebot ist sehr gut. Allerdings können wir für Rehasport-Anbieter das Leben leichter machen, indem wir als gemeinnütziger Verein alles bezahlen und organisieren.

    Wie werde ich Übungsleiter/-in für Reha-Sport?

    Die Qualifikation kann jeder erwerben. Eine komplette Ausbildung umfasst ca. 200 Unterrichtseinheiten. Wenn jemand im Seniorenfußball dabei ist, kann er auch einen Übungsleiter-Schein machen. Gerade ältere Menschen sind hier richtig. Denn sie wissen, wie sie ihre Altersgruppe ansprechen und was sie machen können.

    Wenn jemand DFB Fußballtrainer C ist, erfüllt er bereits die Grundlagen und kann direkt in einen verkürzten Fachlehrgang einsteigen. Die meisten Fußballvereine haben sehr gut qualifiziertes Personal, auch wenn sie es nur ehrenamtlich machen.

    Gibt es viele Angebote für Walking Football?

    Ja! Der alte Herrenfußball stirbt langsam aus und daher bieten immer mehr Fußballvereine Walking Football an. Und wenn sie Walking Football als Reha-Sport anerkennen lassen, kommen immer mehr neue Teilnehmer/-innen. Ärzte verschreiben Reha-Sport. Manchmal muss man nachfragen. Aber es ist ganz einfach.

    Wenn wir die Menschen nachhaltig in Bewegung bringen, entlastet das auf lange Sicht unser Gesundheitssystem. Es ist ein wichtiger Beitrag für die Gesundheit von Männern und wir sparen hohe Kosten ein, weil sich Männer um ihre Gesundheit kümmern. Für mich ist das eine medizinische Revolution.

    Zur Person:

    Roman Senga hat 2007 den Rehasport e.V. gegründet. Als Vertreter der Groups ist er Mitglied im erweiterten Vorstand des RSD. Kontakt: E-MAIL fussball@rehasport-finder.de