Die Übersicht der Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für das I. Quartal 2026 liegt vor.

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Rehabilitationssport sind auch zu Beginn des Jahres 2026 weiter gestiegen. Im ersten Quartal wurden bundesweit rund 77,0 Millionen Euro für Rehasport ausgegeben. Im ersten Quartal 2025 waren es rund 70,8 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von 9 Prozent.
Damit erreicht der Rehasport einen neuen Höchstwert für das erste Quartal. Diese Entwicklung ist für die Anbieter erfreulich – sie sollte allerdings differenziert betrachtet werden. Denn steigende GKV-Ausgaben bedeuten nicht automatisch, dass die Zahl der Teilnehmenden im gleichen Umfang gestiegen ist.
Aus unserer Sicht lässt sich die Entwicklung nicht auf einen einzelnen Grund zurückführen. Neben einer weiterhin hohen Nachfrage nach Rehasport dürften insbesondere Folgeverordnungen, der Genehmigungsverzicht vieler Krankenkassen und die Entwicklung der Vergütungssätze eine Rolle spielen.
Steigende Ausgaben müssen nicht allein auf eine wachsende Zahl von Rehasportlern zurückzuführen sein. Sie können auch dadurch entstehen, dass Folgeverordnungen eine deutlich längere Teilnahme am Rehabilitationssport ermöglichen.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Genehmigungsverzicht. Wenn eine Krankenkasse auf die Genehmigung einer Rehasportverordnung verzichtet, entfällt für Versicherte zum einen ein administrativer Schritt zwischen ärztlicher Verordnung und Beginn des Rehasports. Denn je einfacher der Zugang zum Rehasport organisiert ist, desto geringer sind bürokratische Hürden für die Teilnehmer. Zum anderen hat der Genehmigungsverzicht auch Einfluss auf die Anzahl der Inanspruchnahme von Folgeverordnungen.
Auch die Vergütungssätze sind im Jahr 2026 erneut gestiegen. Für die Interpretation der Ausgaben der GKV im ersten Quartal ist dies ebenfalls entscheidend. Wenn eine einzelne Teilnahme höher vergütet wird als im Vorjahr, steigen die GKV-Ausgaben bereits bei einer gleichbleibenden Zahl erbrachter Leistungen.
Gleichzeitig ist ein Anstieg der Vergütungssätze wichtig, um die wirtschaftliche Realität der Anbieter abzubilden. Denn auch die Personal-, Miet-, Energie- und Verwaltungskosten sind in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen.
Für Rehasportanbieter ist die Entwicklung grundsätzlich positiv. Nach den massiven Einbrüchen während der Pandemie liegen die GKV-Ausgaben für Rehabilitationssport inzwischen deutlich über dem Niveau vor Corona. Auch die Zahlen für das erste Quartal 2026 bestätigen damit den positiven Trend der vergangenen Jahre.
Bei aller notwendigen Differenzierung der Ursachen bleibt festzuhalten: Der Rehabilitationssport entwickelt sich auf hohem Niveau weiter.










